Archive for the ‘Europe’ Category

CC clarification - UK House of Lords misinformation about CC licence for UK Open Access policy

Monday, February 11th, 2013

Timothy Vollmer writes on the CC Blog:

In the UK, the House of Commons has asked for feedback on their Open Access Policy. One provision of that policy requires that articles funded through the Research Councils UK (RCUK) must be released under a CC BY license. Last year, CC submitted a short comment in support.

And just last month, the House of Lords completed a consultation period which has generated some misinformationabout how the CC BY license operates. So, in order to clarify some of these misconceptions, Creative Commons and Creative Commons UK submitted a joint response to the Business, Innovation and Skills Committee to set the record straight.

We’ve pulled together some clarifications to some of the uncertainty lobbed at the CC BY license provision in the Open Access Policy. Some of the reasons given that CC BY should not be retained include:

  • it would promote “misuse of research or would cause authors to “lose control of their work”
  • third party rights negotiations for content that authors wish to include within an openly licensed article would prove too difficult
  • open licensing provides less protection against plagiarism
  • CC BY is not widely used in OA publishing
  • authors should choose licensing conditions, not funders

These claims are confusing, misguided, or not backed up by evidence. We offer our responses and support here.

http://wiki.creativecommons.org/BIS_committee_UK_OA_Policy

Auf dem Weg zu einem Urheberrecht für das 21. Jahrhundert

Thursday, November 15th, 2012

Till Kreutzer’s Ideen für eine zukünftige Regulierung kreativer Güter:

“Moderne Technologien machen es den Nutzern möglich, sehr viel mehr urheberrechtlich geschützte Güter zu kopieren und weiterzugeben, als dies noch vor 50 Jahren der Fall war. Das Urheberrecht kann die Rechteinhaber derzeit nicht effektiv schützen. Es müsste gründlich reformiert werden, um Kreativen zu ihrem Recht, das weniger durch Privatnutzer als vielmehr von Verwertern beschnitten wird, zu verhelfen.”

Den ganzen, sehr lesenswerten, Text gibt es im Wirtschaftsdienst vom Oktober 2012.

CC Europe urges European Commission to support Open Education

Tuesday, November 6th, 2012

Timothy Vollmer writes:

“In August we wrote about the European Commission’s request for information on the topic Opening Up Education. The point of the consultation is to gauge the need for EU action to promote the adoption and use of Open Educational Resources (OER) and Information Communication Technologies (ICT) in education. Several Creative Commons affiliates in Europe have submitted a joint response to the survey. The jurisdictions signing onto the response include Luxembourg, Denmark, Greece, Germany, Belgium, United Kingdom, Sweden, Czech Republic, France, Portugal, Serbia, Poland, Netherlands, Finland, Bulgaria, and Ireland.

The joint response urges the Commission to support the recommendations in the 2012 Paris OER Declaration, which was unanimously supported by UNESCO member nations at the World Open Educational Resources Congress on 20-22 June 2012. As described in the consultation document (PDF), “the EU will use the tools at its disposal (policy guidance, EU regulation whenever relevant, funding mechanisms, exchange of good practices and innovative pilots).” By leveraging these various tools in alignment with the suggestions laid out in the Paris Declaration, the Commission can be very effective in promoting the development and use of OER. (…)”

Read full post.

Full response sent to the European Commission.

Europeana adopts new data exchange agreement, all metadata to be published under CC zero

Sunday, September 25th, 2011

Read here: http://creativecommons.org/weblog/entry/29133


Europeana is rolling out CC zero for its metadata, switch is on first of July 2012:http://www.version1.europeana.eu/web/europeana-project/newagreement

More good news:

Creative Commons Attribution-ShareAlike license enforced in Germany
http://creativecommons.org/weblog/entry/28644

Wouldn’t it be time to create a universal “unported” CC version 4 Licence?

Schutzfristverlängerung: Geiselnahme mit Ansage

Monday, September 5th, 2011

via creativecommons.de:

Die großen der Musikindustrie geben eine Sondervorstellung in brilliantem Lobbyismus, spannen die Studiomusiker vor ihren Karren und lassen die übrige Wirtschaft und die Bürger der EU die Rechnung zahlen. Jahrzehnte länger geschützt bleiben soll ein noch immer lukrativer Bruchteil der Aufnahmen populärer Musik aus den 1960er Jahren. In Kauf nehmen soll die europäische Kulturlandschaft dafür als Kollateralschaden ein noch maßloser werdendes, rückwirkend ausgedehntes Wegsperren des gesamten aufgenommenen Kulturerbes. Für iRights.info und finanziert durch Wikimedia Deutschland e.V. haben wir diese Vorgänge in einem Dossier auf Deutsch und Englisch zusammengefasst (das natürlich unter CC BY 3.0 de steht und voraussichtlich diese Woche auch noch gedruckt vorliegen wird).
Eigentlich galt sie schon als gescheitert, die von der Musikindustrie geforderte, in Großbritannien von der Regierung abgelehnte und dann 2008 über den europäischen Umweg lancierte Verlängerung der Schutzfristen für verwandte Schutzrechte an Tonaufnahmen (zugunsten der Studiomusiker, §§ 73 ff. UrhG und der Tonträgerhersteller, §§ 85 ff. UrhG). Das EU-Parlament hatte seinerzeit zwar den Vorschlag der EU-Kommissionvon 95 Jahren Schutzdauer auf 70 Jahre reduziert, ihm aber dennoch zugestimmt und einige unterstützende Maßnahmen beschlossen, die sicherstellen sollten, dass nicht in erster Linie den Major Labels, sondern wirklich den Musikern etwaige Mehreinnahmen zugute kommen.
Erst im Ministerrat, der ebenfalls hätte zustimmen müssen, setzte sich schließlich 2009 die Vernunft durch und die erforderliche Mehrheit blieb aus. Vorerst, wie sich jetzt zeigt, denn Dänemark und Portugal haben ihre ablehnende Haltung inzwischen aufgegeben. Welche Einflussnahme durch wen da im Hintergrund gewirkt haben mag, darüber kann man nur spekulieren. Jedenfalls erscheint eine Verabschiedung der Verlängerung nun gesichert – und das trotz des Umstands, dass sowohl das EU-Parlament als auch die Kommission inzwischen neu gewählt wurden und die Legitimation daher fraglich ist. Im Schnellverfahren wurde der Punkt auf die Tagesordnung von der COREPER-Sitzung am 7.9. gesetzt, in der die Entscheidung aller Erfahrung nach vorweggenommen werden wird, wenn auch die Minister selbst eigentlich erst am 12.9. tagen werden.
Die Geiseln sind in diesem Spiel die Studiomusiker. Genommen werden diese Geiseln des Diskurses durch die “vier großen” Universal, Sony BMG, Warner Music und EMI. Sie erzählen die herzerwärmende Mär von den Studiomusikern, die “nicht länger die armen Cousins des Musikgeschäfts” sein sollen und für deren “Altersversorgung” endlich längere Schutzfristen hermüssten. Dass sie in Wirklichkeit genau diesen armen Cousins tausendfach über Buy-out-Verträge alle Rechte abgenommen haben (teils sogar ausdrücklich auch für den jetzt eintretenden Fall nachträglicher Verlängerung der Schutzfristen), wird wohlweislich nicht erwähnt. Ebenso unerzählt bleiben Details wie die Refinanzierungsklauseln, die besagen, dass eine Beteiligung an zusätzlichen Einnahmen erst dann in Fragen kommt, wenn die Herstellungskosten der Aufnahme vollständig eingespielt wurden, ein Zustand, der bei rund 80% der Aufnahmen nie erreicht wird. Zusätzliches Geld wird durch die Verlängerung also allenfalls in die Taschen der Major Labels fließen, was die europäischen Bürger nach Schätzungen von Volkswirten über eine Milliarde Euro kosten wird. Ein Investitionsschutzrecht wird leichter Hand verlängert, so als wären wirtschaftliche Monopole die normalste Sache der Welt.
In seltener Einigkeit haben denn auch alle bedeutenden Urheberrechts-Institute, einschließlich dem Max-Planck-Institut für Immaterialgüterrecht und sogar der Deutschen Vereinigung für gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht (GRUR), von der Verlängerung als unterm Strich schädlich abgeraten. Mehrfach wurde nachgewiesen und überprüft, sogar im Auftrag der EU-Kommission selbst, dass keineswegs die Musiker Nutznießer dieser Verlängerung sein werden, sondern fast ausschließlich die vier Majors und eine verschwindend kleine Zahl ohnehin schon sehr erfolgreicher Megastars bzw. deren Erben. Aber offenbar muss man bestimmte Märchen nur oft genug wiederholen und vielleicht das ein oder andere nette Abendessen veranstalten, um über die EU auch solch hochkarätigen Gegenwind mit Geduld und Hartnäckigkeit abzuwettern.